Skiherstellern steht eine harte Wintersaison bevor

presse | erwin 26. August 2009 

crash_thumbWirtschaftblatt.at, 25.8.2009 Der Ski-Weltmarkt schwächelt. Die Vor­bestellungen für die Wintersaison sind bescheiden. Aber noch geben sich die österreichischen Skihersteller gedämpft optimistisch. „Es ist keine leichte Situation“, kommentiert Atomic-Geschäftsführer Wolfgang Mayrhofer die Lage in der Skibranche.

„Die Märkte sind nochmals zurückgegangen.“   Auf nur noch 3,2 Millionen Paar wird der Alpinskimarkt eingeschätzt. Vor ein paar Jahren waren es noch weit über vier Millionen Paar, die jährlich verkauft wurden. Der österreichische Markt gilt dabei noch als Top-Seller – er ist jedoch in der vergangenen Saison um zehn Prozent abgestürzt, auf rund 370.000 Paar. Auch bei den Vorbestellungen für die neue Saison gibt sich der Handel sehr abwartend. Atomic-Chef Mayrhofer und seine Kollegen bei Fischer und Head sind sich einig, dass „die gesamten Vororders um bis zu 15 Prozent  gesunken sind.“ Wobei sich jeder einzelne der großen Drei in der Branche gedämpft optimistisch zeigt und unterdurchschnittlich verloren haben will. „Wir sind deutlich besser als der Markt und gewinnen Marktanteile“, betont Head Österreich-Chef Bob Koch, dessen Vororders um etwa „acht Prozent hinterherhinken“.

Fast 70.000 Alpinski hat Head in der ganzen letzten Saison in Österreich verkauft,   etwa gleich viel wie Konkurrent Fischer. Der oberösterreichische Skihersteller liegt bei Vorbestellungen laut Fischer-Chef Gerhard Wüest  um zwei bis drei Prozent hinten. „Wir glauben aber, dass wir das aufholen können.“

Branchenführer Atomic gibt an, bei den Vororders „auf gleichem Niveau wie im Vorjahr zu liegen. „Aber ich gebe zu, ohne D2-Innovation, also des Doppeldeckerskis, wäre es schwierig.“ Atomic hat schon viel geblutet. Vor fünf Jahren verkaufte die Salzburger Amer-Tochter in Österreich fast 200.000 Paar Ski, jetzt sind es 100.000. Paar.

Entscheidend sei, dass man unter den ersten drei ist. „Als Vierter hast Du schon verloren“, betont Mayrhofer.  Auch Fischer Holding-Chef Wüest spricht den voranschreitenden Konzentrationsprozess an. „Es scheint, dass die österreichischen Skiproduzenten ihre Hausaufgaben gemacht haben.“ Somit treffen die ­starken Rückgänge eher die ausländischen Marken – das gelte weltweit und vor allem für Rossignol.

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