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	<title>Snowblog by edelwiser ski &#187; dynamik</title>
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		<title>Skiing &#8211; it&#8217;s a game!</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jun 2008 14:58:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicola</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dass spielerisch Skifahren lernen den meisten Menschen angenehmer scheint als methodischer Pistendrill, liegt auf der Hand. Was aber steckt dahinter und vor allem wie f&#252;hlt es sich an, wenn man (mit) der richtigen Bewegung auf die Spur kommt. Moshe Feldenkrais beschreibt Empfindungen beim Bewegen, die hier in einem kleinen Exkurs in den Schnee gebracht werden.
Wie [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img height="116" align="left" width="116" src="http://edelwiser.net/wp-content/uploads/avatar_pizgirls_shade_116(1).jpg" alt="skigame" />Dass spielerisch Skifahren lernen den meisten Menschen angenehmer scheint als methodischer Pistendrill, liegt auf der Hand. Was aber steckt dahinter und vor allem wie f&uuml;hlt es sich an, wenn man (mit) der richtigen Bewegung auf die Spur kommt. Moshe Feldenkrais beschreibt Empfindungen beim Bewegen, die hier in einem kleinen Exkurs in den Schnee gebracht werden.<span id="more-171"></span></p>
<p>Wie ein unbedarftes Kind, das noch nicht in das Korsett diverser Skilehrmethoden gezw&auml;ngt ist, hat auch jeder Erwachsene die Wahl zwischen verschiedenen Verhaltensweisen und  Handlungen. Anstelle von gewohnten Mustern kann  Spontaneit&auml;t aufkommen &ndash; man k&ouml;nnte das mit Reife im eigentlichen Sinn gleichsetzen.</p>
<p>Das Erlernen einer richtigen Handlung beim Skifahren, erfolgt nicht pl&ouml;tzlich sondern Prozesshaft im Auskundschaften der M&ouml;glichkeiten des eigenen K&ouml;rpers. Richtiges Bewegen ist daher nicht abh&auml;ngig von der physiologischen Ausstattung eines Menschen &#8211; selbst ein Mensch mit k&ouml;rperlichen Handicaps kann eine gute bzw. f&uuml;r ihn pers&ouml;nlich richtige Bewegung erlernen.</p>
<p>Moshe Feldenkrais beschreibt vier Empfindungen, die bei einer gut gelernten Handlung auftreten, ich versuche sie ein wenig in den Schnee zu &uuml;bersetzen:</p>
<p><strong>M&uuml;helosigkeit</strong> &ndash; eine Kurve erscheint m&uuml;helos, unabh&auml;ngig davon, wie hoch der eigentliche Energieaufwand ist. Das Gegenteil dieser auch nach Au&szlig;en sichtbaren Leichtigkeit, ist eine ung&uuml;nstige Handlung, die verkrampft wirkt. Dieses Verkrampfen, ist ein Indikator daf&uuml;r, dass neben der zweckm&auml;&szlig;igen Handlung noch weitere unn&ouml;tige Handlungen mitspielen. Feldenkrais nennt das parasit&auml;re Bewegungen.</p>
<p><strong>Widerstandslosigkeit </strong>- es gibt Widerst&auml;nde, die f&uuml;r einen Skifahrer nicht zu &uuml;berwinden sind. Wenn eine Felswand in der Steilrinne die Spurwahl einschr&auml;nkt, kann man sie nicht mit Muskelkraft  verschieben. Die Muskeln k&ouml;nnen h&ouml;chsten Energieaufwand leisten, es bleibt ohne Wirkung. Der K&ouml;rper erh&auml;lt zwei widerspr&uuml;chliche Impulse. Einmal einen Impuls des Wollens, andererseits den Impuls des unverr&uuml;ckbaren Bergs. Die ganze Handlung ist unsinnig.</p>
<p>Neben dem physischen Widerstand gibt es das Empfinden von Widerstand bei unterschiedlichen pers&ouml;nlichen Motivationen. Eine gute Handlung entspricht einer einzigen und klaren Motivation. Oft gelingt eine Handlung deswegen nicht, weil mehr geleistet wird als f&uuml;r die Handlung notwendig ist.</p>
<p>Auch beim Lernen von Neuem unter schwierigen Bedingungen kommt es zu Anspannung und vielen unn&ouml;tigen bzw. widerspr&uuml;chlichen Handlungselementen. Obzwar es eigentlich  theoretisch m&ouml;glich w&auml;re, einem v&ouml;lligen Skianf&auml;nger die erste Schussfahrt  in einem vereisten 60&deg; Couloir beibringen zu wollen, w&auml;re auch dieses Bestreben v&ouml;llig unsinnig. Aber das Schussfahren, kann jedem sofort gelingen, wenn zun&auml;chst nicht das Bremsen im Vordergrund steht &ndash; die Gel&auml;ndewahl spielt beim Lernen stets eine entscheidende Rolle &ndash; auf einem sanften Hang mit einem sanften Auslauf am Anfang&nbsp; kann jeder Mensch die ersten Erfahrungen gut aufnehmen.</p>
<p>So ist es viel einfacher alle widerspr&uuml;chlichen Handlungen wegzulassen und nur jene Bewegungen stattfinden zu lassen, die in die gew&uuml;nschte Richtung gehen.  Am Weg zum selbst&auml;ndigen Lernen sollte nicht unrationell und verschwenderisch mit der Kraft umgegangen werden. Die eindeutige Koordination von Motivation und Muskulatur bringt einem viel schneller ans Ziel.</p>
<p>Die Besch&auml;ftigung mit dem Widerstand ist wichtig, weil sie innere Unklarheiten oder Unsicherheiten erkennen l&auml;sst. Wenn der Widerstand nicht bewusst wird, kann er nicht bearbeitet und abgel&ouml;st werden. Die Abl&ouml;se erfolgt erst in dem Augenblick, in dem der Widerstand f&uuml;r den Menschen unn&ouml;tig wird.</p>
<p><strong>Umkehrbarkeit </strong>- richtiges Handeln l&auml;sst sich anhalten, fortsetzen oder umkehren. Umgelegt auf das Skifahren k&ouml;nnte das zum Beispiel  bedeuten: ich bestimme den genauen Punkt an dem ich stehen bleibe, den n&auml;chsten Schwung ansetze, oder anstelle des Au&szlig;enskis besser den Innenski belaste.</p>
<p>Bei unge&uuml;bten Skifahrern kann man sehr H&auml;ufig das Ph&auml;nomen des &bdquo;in-die-Garage-Fahrens&ldquo; bemerken. Unter zu schwierigen Bedingungen wird die n&auml;chste Kurve so lange hinausgeschoben, bis sich der Betroffene ganz an den Pistenrand bewegt und dort stoppt oder gestoppt wird. Nun hat er weder das Tempo noch den Platz einigerma&szlig;en locker in eine andere Fahrtrichtung zu gelangen. Da sich ihm nun eine Situation auftut, die ihm eine Kurve unm&ouml;glich erscheinen l&auml;sst, entsteht eine Situation, die nicht mehr w&uuml;nschenswert ist. Der Mensch bekommt Angst, verliert seine Kontrolle und damit den Spielraum seiner Wahlm&ouml;glichkeiten. Die F&auml;higkeit zur Umkehr verweist eindeutig auf eine richtige Handlung, Bewegung oder Haltung.</p>
<p><strong>Atmung </strong>- Das Anhalten des Atems weist auf ein nicht optimales Handeln hin. Unrhythmisches Atmen beeinflu&szlig;t komplex andere K&ouml;rperprozesse, insbesondere die Aufgaben des Blutes.<br />
Handlung, Bewegung und Haltung unter der Voraussetzung von M&uuml;helosigkeit, Widerstandslosigkeit, Umkehrbarkeit, effektiver Atmung, setzen einen Lernprozess und auch oft Umlernen voraus; &#8211; viele zwanghafte Muster sind schon in der Kindheit oder durch unsinnige Bewegungsanleitungen am Anf&auml;ngerhang entstanden &#8211; also unter Abh&auml;ngigkeit &#8211; erlernt worden.</p>
<p>Das Ziel zwanghafte Handlungsmuster von Gef&uuml;hlen zu l&ouml;sen, einen besseren Einblick in die eigenen Voraussetzungen zu bekommen und die Aufl&ouml;sung von &auml;u&szlig;erem Druck und Abh&auml;ngingkeit zu erlangen, bedeutet, dass man seine Handlung frei w&auml;hlen und klar entscheiden kann ob sie sich f&uuml;r die jeweilige Situation als wirklich zweckm&auml;&szlig;ig erweisen.</p>
<p>No related posts.</p>]]></content:encoded>
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