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	<title>Snowblog by edelwiser ski &#187; skigeschichte</title>
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		<title>Fährt ein weißes Schiff nach Hong Kong&#8230; RIP, Toni!</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Aug 2009 10:25:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicola</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Toni Sailer ist am Montag in die Jagdgründe des ewigen Pulverschnees abgefahren. Verzeihung wenn das jetzt etwas pathetisch klingt, aber beim Reflektieren über meinen ehemaligen Coach kommen mir solche Gedanken einfach in den Sinn. Es war eine gemeinsame Zeit, die irgendwie anders war&#8230;
Über Toni als Rennläufer braucht man nichts mehr zu schreiben, seine Filmographie muss [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-1678" title="toni_sailer_thumb" src="/wp-content/uploads/2009/08/toni_sailer_thumb.jpg" alt="toni_sailer_thumb" />Toni Sailer ist am Montag in die Jagdgründe des ewigen Pulverschnees abgefahren. Verzeihung wenn das jetzt etwas pathetisch klingt, aber beim Reflektieren über meinen ehemaligen Coach kommen mir solche Gedanken einfach in den Sinn. Es war eine gemeinsame Zeit, die irgendwie anders war&#8230;<span id="more-1677"></span></p>
<p>Über <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anton_Sailer" target="_blank">Toni </a>als Rennläufer braucht man nichts mehr zu schreiben, seine Filmographie muss ebenso wenig wie seine Biographie extra angeführt werden. Seine Persönlichkeit war aber nicht nur durch schnelle Zeiten und Glamour geprägt, sondern durch eine außergewöhnliche Aura.</p>
<p>Toni war einige Jahre als Rennsportleiter im Austria Ski Team mit uns unterwegs. In dieser Zeit lernte ich ihn von einer Seite kennen, die nicht allzu häufig öffentlich besprochen wird. Nach außen zeigte er sich stets sehr lustig.  Soviel Spaß im Team gab es für mich weder vor noch nach Tonis Zeit als Trainer im ÖSV. Was sein Charisma ausmachte war allerdings eine gehörige Portion Tiefgang, die er in der Öffentlichkeit gerne mit Witz überspielte.</p>
<p>Was ihn mir als Trainer so bemerkenswert machte, war sein Zugang zur mentalen, vielleicht sogar spirituellen Ebene des Sports. Er gab mir relativ wenig Ski technische Ratschläge. Bis heute begleiten mich allerdings seine Anregungen mit der eigenen Psyche zu spielen.<em> &#8220;Gewinnen kannst du nur wenn du alle Gedanken ausblenden kannst!&#8221;</em> Er gehörte mit bestimmter Sicherheit zu den wenigen Coaches, die damals etwas vom Flow verstanden und diesen auch beschreiben konnten, ohne die, erst später erschienen Abhandlungen <a href="http://www.kunstpiste.com/archive.php?report=111" target="_blank">Csíkszentmihályis</a> gekannt zu haben.</p>
<p>Vielleicht war er in dieser Zeit etwas hin und her gerissen zwischen den Welten. Er wusste zweifelsohne um seinen unglaublichen Ruhm. Ich werde nie vergessen, wie er bei einem gemeinsamen Spaziergang in Tokyo plötzlich von riesigen Menschentrauben umringt war, die unbedingt einen Blick auf <a href="http://www.animeboard.at/lofiversion/index.php?t1641.html" target="_blank">„Sailer-san“</a> ergattern wollten. Auf der anderen Seite war er aber auch mit der einsamen Seite des tiefgründigen Denkers konfrontiert. Ich hatte oft den Eindruck, dass er unter der Spannung eines gewaltigen Spagats litt.</p>
<p>Wenn dieser Spagat sehr groß wurde, Tonis Spirit nicht an die Oberfläche dringen konnte, suchte er manchmal den Geist bei einem guten Tropfen. Er musste dann meistens singen und fast jedesmal war das Lied vom weißen Schiff, das nach Hong Kong fährt, mit echter Inbrunst vorgetragen, dabei. Der einfache Text dieses Lieds beschreibt für mich besonders treffend den Seelen Zustand, eines Menschen, in dem ich mit viel Respekt als ganz junges Mädchen einen echten Freund sah.</p>
<p><em>„Es kommt der Tag da will man in die Fremde,  dort wo man lebt scheint alles viel zu klein. Es kommt der Tag da zieht man in die Fremde und fragt nicht lang wie wird die Zukunft sein.  Fährt ein weißes Schiff nach Hongkong, hab ich Sehnsucht nach der Ferne, aber dann in weiter Ferne hab sich Sehnsucht nach Zuhaus und ich sag zu Wind und Wolken nehmt mich mit ich tausche gerne, all die vielen fremden Länder gegen eine Heimat aus. Es kommt der Tag da lebt man in der Fremde und fühlt sich dann verlassen und allein.“<br />
</em><br />
Bestimmt gibt es Leute, die Angesichts des Todes von Toni eventuell ein paar weniger ruhmreiche Episoden hervorkramen möchten; wie das beim Ableben von sehr bekannten Menschen der Fall sein kann.  Mit meinen Zeilen möchte ich für diesen Fall einem grossartigen Menschen auch ein Stück Verständnis mitgeben.</p>
<p>Rest in Peace, Toni!</p>
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		<title>Europäischer Skiverband gegründet &#8211; Revolte mit Austro-Wurzeln?</title>
		<link>http://edelwiser.net/2009/05/euroski-revolte-mit-alpin-wurzeln/</link>
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		<pubDate>Thu, 07 May 2009 11:23:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicola</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#214;sterreich, Italien, die Schweiz und Frankreich haben am 2. Mai in M&#252;nchen einen europ&#228;ischen Wintersportverband gegr&#252;ndet. Im Hintergrund wurde schon seit der Ski-WM in Val d&#8217;Is&#233;re zwar &#34;sehr diskret&#34; daf&#252;r aber &#228;u&#223;erst konkret, viel besprochen, w&#228;hrend Halb-Insider-Kreisen das R&#228;tseln und Munkeln vorbehalten war. Nun ist sie amtlich &#8211; die &#34;European Ski Federation&#34;.  Die EuroSki [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img align="left" class="alignleft size-full wp-image-983" title="austria_116" alt="austria, euroski" src="/wp-content/uploads/2009/05/austria_116.jpg" />&Ouml;sterreich, Italien, die Schweiz und Frankreich haben am 2. Mai in M&uuml;nchen einen europ&auml;ischen Wintersportverband gegr&uuml;ndet. Im Hintergrund wurde schon seit der Ski-WM in Val d&#8217;Is&eacute;re zwar &quot;sehr diskret&quot; daf&uuml;r aber &auml;u&szlig;erst konkret, viel besprochen, w&auml;hrend Halb-Insider-Kreisen das R&auml;tseln und Munkeln vorbehalten war. Nun ist sie amtlich &#8211; die &quot;European Ski Federation&quot;.<span id="more-972"></span>  Die EuroSki will den Skisport f&ouml;rdern und die Mitgliedsverb&auml;nde im internationalen Geschehen unterst&uuml;tzen. Der Sitz des Verbands wird Genf sein. Erster Vorsitzender, wenig &uuml;berraschend, ist <a target="_blank" href="http://www.oesv.at/">&Ouml;SV</a> Pr&auml;sident Peter Schr&ouml;cksnadel. Der Vorsitz soll laut Beschluss alle zwei Jahre wechseln. Die Gr&uuml;ndungsmitglieder Schweiz, Frankreich, Italien und &Ouml;sterreich wollen auch weitere Verb&auml;nde integrieren. Einladungen, etwa f&uuml;r Deutschland, Kroatien, Spanien oder Liechtenstein, sollen in K&uuml;rze &uuml;bermittelt werden.</p>
<p>Obwohl ausdr&uuml;cklich betont wird, dass es keine Konfrontation mit der <a target="_blank" href="http://www.fis-ski.com/">FIS</a> geben soll, sondern Integration und ein gesundes Miteinander, birgt die Sache gro&szlig;es Konfliktpotential. Besonders die Wahl des ersten Pr&auml;sidenten k&ouml;nnte auf einen etwas raueren Kurs in der Anfangsphase schlie&szlig;en lassen &ndash; zwischen Peter Schr&ouml;cksnadel und der FIS gab es schon etliche Kontroversen. In seiner neuen Funktion hat Schr&ouml;cksnadel auch diesbez&uuml;glich neue M&ouml;glichkeiten.</p>
<p>Problematiken wie die Auswirkung der Wirtschaftskrise, der internationale Rennkalender, die damit zusammenh&auml;ngenden Reisekosten, Fernsehrechte, Werbeeinnahmen sowie Continentale Rennserien sollen laut der, beim &Ouml;sterreichischen Skiverband ver&ouml;ffentlichten Gr&uuml;ndungserkl&auml;rung, behandelt werden, was im Klartext hei&szlig;t, dass Euroski f&uuml;r weniger &Uuml;bersee-Wettbewerbe eintreten wird.   Mitte Mai soll es in M&uuml;nchen zu einem weiteren Meeting kommen, in der zweiten Maih&auml;lfte ist auch in Z&uuml;rich eine Pressekonferenz geplant, wo die Pl&auml;ne offiziell pr&auml;sentiert werden sollen. Detailierte Inhalte sollen laut Schr&ouml;cksnadel offiziell im Laufe des Juni in Z&uuml;rich verlautbart werden.</p>
<p>FIS-Pr&auml;sident Gian-Franco Kasper sieht einen hei&szlig;en Sommer und wom&ouml;glich sogar einen etwas abgek&uuml;hlten Winter auf sich zukommen. Er ist sich des klaren Konfliktpotentials bewusst und meint: &quot;Es wird k&uuml;nftig sicherlich viel zu diskutieren geben.&quot;   Die ESF wird ein gr&ouml;&szlig;eres Mitspracherecht  bei Themen wie der Erstellung des Weltcup-Kalenders oder TV-Rechten fordern. Die Begr&uuml;ndung, dass der Skisport in Europa mehr verwurzelt und ein wichtigerer Wirtschaftsfaktor sei als in den USA, Kanada oder in Asien, k&ouml;nnte schlie&szlig;lich sogar von den vereinten Skinationen in Br&uuml;ssel vorgetragen, auch f&uuml;r F&ouml;rdergelder, beispielsweise f&uuml;r die schw&auml;chelnde Skiindustrie oder den Tourismus, sorgen.</p>
<p><img hspace="0" vspace="9" border="0" align="left" class="alignleft size-full wp-image-997" title="austria_gross01" alt="european ski federation goes austria" src="/wp-content/uploads/2009/05/austria_gross01.jpg" />Sp&auml;testens hier bemerkt der kritische Geist, dass Sport und Politik untrennbar sind und fragt sich ob hier nicht auch Denkfehler vorliegen k&ouml;nnten &ndash; immerhin ist der Amerikanische Skimarkt, mit rund 700.000 verkauften Paar Skis pro Saison die globale Nr.1 und auch die Zahlen aus  Asien sind interessant, weil nach wie vor im Wachstum!   An dieser Stelle k&ouml;nnte man ebenso gut eine <a target="_blank" href="http://www.skionline.ch/index.php?section=news&amp;cmd=details&amp;newsid=10064&amp;teaserId=6">Kosten/Nutzen Rechnung f&uuml;r den &Ouml;SV</a> anstellen, wie versuchsweise hinterfragen ob man sich nicht auch &uuml;ber die sportlichen Inhalte Gedanken machen k&ouml;nnte; ob man Kulturen, denen es fremd ist, sich am Sonntag bei Tiefk&uuml;hl-Schweinsbraten eine ewig gestrige Wettkampfszene via TV einzuverleiben um sie am Stammtischabend bei Bier zu verdauen, nicht eine ihrer Empfindung angepasste Kost zu liefern. In diesem Sinne: &quot;Iss was Gscheits, zur Abwechslung vielleicht etwas Frisches, das so wie ein Acht Sch&auml;tze Vielseitigkeitsevent f&uuml;r jeden auf der Zunge zergeht und mit prickelndem Champagne Powder abgerundet wird!&quot;</p>
<p>No related posts.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Heile Skiwelt? Ein Beitrag zur Österreichischen Skigeschichte</title>
		<link>http://edelwiser.net/2009/04/heile-skiwelt-ein-beitrag-zur-osterreichischen-skigeschichte/</link>
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		<pubDate>Tue, 28 Apr 2009 08:56:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicola</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im jüdischen Museum in Hohenems wurde am 26.4.2009 die Ausstellung mit dem Titel &#8220;Hast du meine Alpen gesehen? Eine jüdische Beziehungsgeschichte&#8230;&#8221; eröffnet. Die Beziehung zu den Bergen war für Juden schon lange vor Beginn des Naziregimes schwierig, so überrascht es auch nicht, dass dieses Thema auch ein dunkles Kapitel in der Skigeschichte darstellt.
Während man sich [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="/wp-content/uploads/image/thumb_ss.jpg" alt="Ausstellung Jüdisches Musem Hohenems" width="116" height="116" align="left" />Im jüdischen Museum in Hohenems wurde am 26.4.2009 die Ausstellung mit dem Titel <a href="http://www.jm-hohenems.at/index.php?id=3010&amp;lang=0" target="_blank">&#8220;Hast du meine Alpen gesehen? Eine jüdische Beziehungsgeschichte&#8230;&#8221;</a> eröffnet. Die Beziehung zu den Bergen war für Juden schon lange vor Beginn des Naziregimes schwierig, so überrascht es auch nicht, dass dieses Thema auch ein dunkles Kapitel in der Skigeschichte darstellt.<span id="more-920"></span></p>
<p>Während man sich in den Alpenvereinen mit der Aufarbeitung der antisemitischen Vergangenheit durchaus ernsthaft beschäftigt, steht der <a href="http://www.oesv.at/" target="_blank">Österreichische Skiverband</a> (ÖSV) diesem Thema noch vergleichsweise sprachlos gegenüber. Die sportlich so ruhmreiche Ski-Geschichte  Österreichs zeigt sich diesbezüglich von einer nicht beonders ehrenhaften Seite.</p>
<p>Schon bei der Gründung des ÖSV im Jahr 1905 wurde<a href="http://members.aon.at/zdarsky-ski-museum//03_zdarsky/01_lebenslauf/lebenslauf.htm" target="_blank"> Zdarskys</a> „Internationaler Alpen – Skiverein“ vom Initiator <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Paulcke" target="_blank">Paulcke</a> nicht eingeladen dem Verband beizutreten. Weder die fortschrittliche Skitechnik der <a href="http://members.aon.at/zdarsky-ski-museum//03_zdarsky/02_alpinschilauf/alpinschilauf.htm" target="_blank">&#8220;Lilienfelder Schule&#8221;</a> noch die Ablehnung antisemitischen Gedankenguts passten ins Bild der nationalen Skibewegung.</p>
<p>Am 17. November 1920 war Graz der Tagungsort der Vertreterversammlung der Ski Vereine des ÖSV. Die Hauptfrage dieser Sitzung war der Arierparagraph, also die Startberechtigung nur für arische Rennläufer. Beonders die Turner lehnten es ab, mit Nichtariern zu starten. Da sich der ÖSV noch nicht dazu entschließen konnte, den Arierparagraphen in seine Satzungen aufzunehmen, entstand im September 1921 ein &#8220;Deutschvölkischer Skiverband&#8221;, der die Landesverbände Steiermark, Kärnten und Salzburg, sowie einzelne Vereine Oberösterreichs, Tirols und Wiens umfasste.</p>
<p>Bei der Vertreterversammlung am 6. und 7. Oktober 1923 in Bad Ischl  wurde der Arierparagraph schließlich doch vom ÖSV angenommen. Einige Vereine traten deshalb aus dem ÖSV aus und gründeten 1924 den Allgemeinen Österreichischen Skiverband &#8211; AÖSV, dem sich bald auch Vereine aus dem Salzkammergut und Tirol anschlossen.  Somit konnte sich der ÖSV 1924 als „rassenrein“ bezeichnen und der Deutschvölkische Skiverband löste sich im ÖSV auf.</p>
<p>1926 stellte der AÖSV beim Internationalen Skiverband  <a href="http://www.fis-ski.com/" target="_blank">FIS</a> den Antrag auf das Alleinvertreterrecht, da der ÖSV nicht allgemein zugänglich wäre. Tatsächlich wurde der ÖSV unter Androhung des Ausschlusses aufgefordert, binnen 3 Monaten den Arierparagraph aus den Satzungen zu streichen.  Da der ÖSV keine Anstalten machte, den umstrittenen Paragraphen zu streichen, traten der Tiroler und der Salkammergut Skiverband und einige Wiener Vereine aus dem ÖSV aus und gründeten den &#8220;ÖSV 1905&#8243;. Dabei ging es wohl weniger um moralische Aspekte sondern darum den Rennläufern das Startrecht im Ausland zu bewahren, denn bereits vier Monate später kam es schon zur Wiedervereinigung der beiden Verbände und zum Beschluss, aus der FIS auszutreten.</p>
<p>Um den Läufern bei den ersten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Olympische_Winterspiele_1928" target="_blank">Winterspielen in St. Moritz 1928 </a>dennoch einen Start zu ermöglichen musste man sich schweren Herzens mit dem Allgemeinen Skiverband einigen. Der Dachverband &#8220;Österreichische Ski Delegation&#8221; wurde gegründet und entsandte seine Läufer zu den Olympischen Spielen.</p>
<p>Es gab aber nicht nur Auseinandersetzungen zwischen ÖSV und AÖSV wegen des Arierparagraphen. Auch die Arbeitersportbewegung, der <a href="http://www.askoe.or.at/de/" target="_blank">ASKÖ</a>, war ein Dorn im Auge der ÖSV Funktionäre. Einzelne  Sportler und sogar ganze Clubs wurden aus dem ÖSV ausgeschlossen, weil sie an Veranstaltungen des ASKÖ teilgenommen hatten. Die zunehmende Radikalisierung im Gefolge des<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_Justizpalastbrand" target="_blank"> Brandes des Justizpalasts</a> im Jahr 1927 war besonders auch im Sport zu spüren.</p>
<p>Nach dem Einmarsch Hitlers in Österreich wurde in einer „Generalversammlung“ am 7. Juni 1938 die Auflösung aller Ski Verbände und deren Unterstellung unter ernannte nationalsozialistische Amtswalter bekannt gegeben.</p>
<p>Im Dezember 1945 wurde in Kitzbühel eine Neugründung des ÖSV beschlossen. Diese Neugründung sollte ein Zeichen sein, dass dieser ÖSV eine völlig unpolitische, nur dem Sport verschriebene Organisation war, die nichts mit den politischen Ambitionen des Vorkriegs-ÖSV zu tun hatte. In diesem Zusammenhang mutet es ein wenig befremdlich an, wenn sich der Ski Verband des mehr als 100-jährigen Bestehens rühmt und kein Zeichen für die Opfer des Naziregimes, auch den weniger prominenten als <a href="http://www.hak-kitz.at/Default.asp?Id=240&amp;bhcp=1" target="_blank">Rudolf Gomperz</a> oder <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hannes_Schneider" target="_blank">Hannes Schneider</a>, setzt&#8230; Endlich Zeit für das Ende vom unrühmlichen Slalom &#8211; Schalom!</p>
<blockquote><p>Die Ausstellung „Hast Du meine Alpen gesehen?“ Eine jüdische Beziehungsgeschichte eröffnet am 26. April 2009 in Hohenems. Von Dezember 2009 bis März 2010 wird sie im Jüdischen Museum Wien gezeigt und danach im Alpinen Museum in München.</p>
<p>Jüdisches Museum Hohenems: 26. April bis 4. Oktober 2009</p>
<p>Jüdisches Museum Wien: 15. Dezember 2009 &#8211; 14. März 2010</p>
<p>Alpines Museum München: April 2010 bis Februar 2011</p></blockquote>
<p><img src="/wp-content/uploads/image/hastdumeinealpengesehen(1).jpg" alt="Ausstellungsplakat &quot;Hast Du meine Alpen gesehen?&quot;" width="560" height="526" /></p>
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		<title>Schi Heil!</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jun 2008 14:04:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicola</dc:creator>
				<category><![CDATA[stories]]></category>
		<category><![CDATA[Yearbook 08/09]]></category>
		<category><![CDATA[skigeschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Es waren schlimme Zeiten als man in der Schule mittels Kopfnuss zur Rechenschaft gezogen wurde, wenn man sein Wintersportger&#228;t schriftlich als Ski bezeichnete. Zweifelsohne, Kopfn&#252;sse sind schmerzlich; in Anbetracht der unvorstellbaren Grausamkeiten, die jener Komiker in Petto hatte, der hinter dem orthographischen Beharren am &#8222;Sch&#8220; stand, aber vergleichsweise eine Z&#228;rtlichkeit.
Denn auch der Skilauf wurde in [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img height="116" align="left" width="116" alt="" src="http://edelwiser.net/wp-content/uploads/schi_heil_shade_116(1).gif" />Es waren schlimme Zeiten als man in der Schule mittels Kopfnuss zur Rechenschaft gezogen wurde, wenn man sein Wintersportger&auml;t schriftlich als Ski bezeichnete. Zweifelsohne, Kopfn&uuml;sse sind schmerzlich; in Anbetracht der unvorstellbaren Grausamkeiten, die jener Komiker in Petto hatte, der hinter dem orthographischen Beharren am &bdquo;Sch&ldquo; stand, aber vergleichsweise eine Z&auml;rtlichkeit.<span id="more-197"></span></p>
<p>Denn auch der Skilauf wurde in Deutschland und &Ouml;sterreich im Zweiten Weltkrieg ideologisch durch den Nationalsozialismus vereinnahmt, ob der Wurzeln vieler Skiclubs in Alpinvereinen nicht weiter verwunderlich &ndash; bereits 1905 waren Juden von der Mitgliedschaft in einigen Sektionen des &Ouml;sterreichischen Alpenvereins ausgeschlossen! </p>
<p>So wurden Wehrmachts-Gebirgsj&auml;ger zu leuchtenden Vorbildern des deutschen Volkes erkl&auml;rt, Alpengl&uuml;hen und Pulverschnee arisiert. Ideale Skikanonen &#8211; hart wie Kruppstahl, flink wie Windhunde und z&auml;h wie Leder &#8211; z&auml;hlten mit zum wichtigsten Instrument des vom &#8220;Reichsfachamt Schilauf&#8221; durchgef&uuml;hrten ideologischen &bdquo;Winterhilfswerks&ldquo; an Pimpfen und Jungm&auml;deln.</p>
<p>Weniger bekannt ist, das den Nationalsozialismus pr&auml;gende Verwaltungschaos. Ein Runderlass Heinrich Himmlers &quot;zur Erzielung einer Einheitlichkeit im Schriftverkehr&quot; vom 22. 12. 1941 weist alle Polizeiorgane an, dass k&uuml;nftig nur noch die Schreibweise ,Ski&#8217;, Mehrzahl ,Skier&#8217; zu verwenden sei. Schon am 3. 1. 1942 konterte der Kanzleichef der NSDAP, Martin Bormann: &quot;Damit wir nicht zu &auml;hnlichen Verh&auml;ltnissen kommen, wie sie im Englischen herrschen, w&uuml;nscht der F&uuml;hrer, dass Schi mit Sch und nicht mit Sk geschrieben wird.&quot;</p>
<p>No related posts.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Hickory und Chips</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Jun 2008 18:03:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>nicola</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine kleine Geschichte des Skibaus
Henry Hoek &#8211; Der Schi, 1925: &#34;Hauptbedingung f&#252;r einen guten Schi ist abgelagertes, langsam aber vollst&#228;ndig getrocknetes Holz, das fachgem&#228;&#223; behandelt wurde, und das nicht vor Alter m&#252;rbe geworden ist, tot und br&#252;chig wurde. Das ist eigentlich so selbstverst&#228;ndlich, dassdar&#252;ber weiter gar nichts zu sagen ist. Wer sich Schier anschaffen will, [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine kleine Geschichte des Skibaus</strong></p>
<blockquote><p>Henry Hoek &#8211; Der Schi, 1925:<em> &quot;Hauptbedingung f&uuml;r einen guten Schi ist abgelagertes, langsam</em><em> aber vollst&auml;ndig getrocknetes Holz, das fachgem&auml;&szlig; behandelt wurde, und das nicht vor Alter m&uuml;rbe geworden ist, tot und br&uuml;chig wurde. Das ist eigentlich so selbstverst&auml;ndlich, dassdar&uuml;ber weiter gar nichts zu sagen ist. Wer sich Schier anschaffen will, der steht heute eigentlich nur noch vor der Frage: Esche oder Hickory?&quot;</em></p></blockquote>
<p><a href="http://edelwiser.net/wp-content/uploads/oldskiers.jpg"><img alt="oldskiers" src="http://edelwiser.net/wp-content/uploads/oldskiers.jpg" title="oldskiers" style="margin-left: 6px; margin-right: 6px; float: left;" class="alignleft size-medium wp-image-43" /></a>Neben Gedanken &uuml;ber die Skigeometrie, die erst in den letzten Jahren wieder mehr in den Focus der ger&uuml;ckt ist, besch&auml;ftigt seit jeher die Frage nach geeigneten Materialen die Entwicklerk&ouml;pfe. Die Wahl des richtigen Holz war schon immer wichtig f&uuml;r Schnitzer, Tischler und Wagner, die Sympathie f&uuml;r einen Baum, der dem Ski Seele verlieh, entscheidend f&uuml;r die Qualit&auml;t.</p>
<p><span id="more-38"></span></p>
<p>Anfang der sechziger Jahren planten die Franzosen eine Revolution im Rennsport. Metallskis w&auml;hlten sie als Wunderwaffe, der durchschlagende Erfolg blieb allerdings vorerst aus. Mit der brauchbaren Verbindung von Entwicklungsans&auml;tzen und vor allem Materialien in Sandwichbauweise wurde der erste revolution&auml;re Schritt in Richtung moderne Skitechnologie erst am Ende des Jahrzehnts m&ouml;glich gemacht.  In den siebziger Jahren erlebte der Skisport enormen Aufschwung, die Notwendigkeit den Skibau zu Industrialisieren brachte Techniken mit sich, die je nach Aufwand die Herstellung mehr oder minder guter Skis in Massenfertigung erlaubte. Doch auch hier spielt die Aufmerksamkeit des Menschen der die Maschine bedient nach wie vor eine bedeutende Rolle. Ganze Serien (Montagsskis) k&ouml;nnen unbrauchbar werden, wenn der Maschinist die Verstopfung von mikrofeinen Einspritzd&uuml;sen durch Granulatteile &uuml;bersieht und so ungewollte Hohlr&auml;ume entstehen, die negativ auf die Elastizit&auml;tseigenschaften wirken und sogar Bruchstellen erzeugen. Eine namhafte &ouml;sterreichische Skimarke produzierte damit sogar ihr finanzielles Desaster.  Aus den Entwicklungslabors dringen &uuml;ber die Marketingabteilungen, jedes Jahr aufs Neue, Aufsehen erregende Gedanken in die &Ouml;ffentlichkeit. Man spricht von Chips und Fasertechnologien aus der Luftfahrt, von liquiden Metallen, Piezotechnologie und Stoffen die zu bemerkenswerten chemische Reaktionen f&uuml;hren sollen. Doch bei Renn- und anderen hochwertigen Skis greift immer noch gerne auf Holz und die bew&auml;hrte Sandwichbauweise zur&uuml;ck.  Mehr zum Thema auf <a target="_blank" href="http://www.kunstpiste.com/archive.php?report=140">kunstpiste.com</a></p>
<p>No related posts.</p>]]></content:encoded>
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